Erst das starke Erdbeben am 11. März, dann der Tsunami und zum Schluss die Angst vor dem Super-GAU in Fukushima. Die Menschen in Japan kommen einfach nicht zur Ruhe. Über 9099 Tote hat die Katastrophe bisher gefordert und mehr als 13.786 Menschen werden noch vermisst. Heute gab es aber einen kleinen Hoffnungsschimmer, denn mittlererweile sind alle Reaktorblöcke mit Strom versorgt. Auch im völlig zerstörten Reaktorblock 3, wo das Kühlsystem defekt ist, ist wieder mit Strom versorgt.
Doch Grund zur Beruhigung gibt es immernoch nicht, denn immernoch steigt bei Reaktorblock 2 und 3 Rauch auf. Ein Wärmebild zeigt, dass im Reaktorblock 1 eine Temperatur von 390 Grad vorherrscht, normal sind 300 Grad.
Desweiteren kommen immer neue Informationen ans Tageslicht. So sollen die “Helden von Fukushima” gar nicht freiwillig in Fukushima sein. Die Freuerwehrleute wurden von der Regierung gezwungen. Doch das gleicht einem Himmelfahrtskommando, denn die Strahlung ist extrem hoch. Bei Jod-131 übersteigt der Wert das 126,7-fache über dem gesetzlichen Höchstwert. Aber auch Cäsium-134 ist 24,8 mal so hoch wie erlaubt. Die Helfer werden also mit bleibenden Schäden zurückkehren und wahrscheinlich schon früh sterben.
Doch nun wurde auch bekannt, dass das Meerwasser von Fukushima radioaktiv verseucht ist. Die Leute in der Umgebung dürfen schon längst kein Leitungswasser mehr trinken. Auch in Tokio wurden erhöhte Werte gemessen.
